Bandgeschichte
Braintertainers on tour7/7
Inzwischen ist aus den Gigs der Braintertainers eine Reihe wiederkehrender
Rituale geworden: Etwa alljährlich bei den Lindauer Psychotherapiewochen
im historischen Bahnhof der Insel, beim größten Psychiater- und Nervenärztekongress
in Berlin und bei der Frankfurter Buchmesse. Die Braintertainers spielten
im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags in Bonn und in den Hallen des Akademischen
Gesangvereins in München, bei der Eröffnungszeremonie des Europäischen Psychiatriekongresses
in Riem im Februar 2010. Ein Höhepunkt war die Aufnahme eines Videoclips
im legendären Funkhaus Berlin Ende November 2008, im ungeheizten ehemaligen
Sendesaal, was zu einem kollektiven Bronchialkatarrh der Band führte.
Aufgezeichnet wurde „Blue Bossa“ von Ken Doherty, klimatisch hätte „Ain’t no sunshine“
besser gepasst – ein weiterer Lieblingssong der Braintertainers. Die gibt
es nun seit 2002, geübt wird immer circa zweimal im Jahr, getreu ihrem Motto
"Wer übt ist feige und fällt seinen Kameraden in den Rücken" und
– mit wachsender Tendenz - etwa fünf mal pro Jahr öffentlich gespielt,
zumeist auf Veranstaltungen, die etwas mit Geist und Gehirn zu tun haben.
Das Repertoire erstreckt sich von Zickenjazz (Ice Cream, When the Saints
go marching in), Jazz-Standards (Basin Street Blues, Autumn Leaves,
Sunny Side of the Street, Blue Bossa) und moderneren Nummern (Just
the two of us, Time after Time) zu Pop und Soul (Dock of the bay, Ain't
no sunshine when she's gone) bis hin zu Oldies und schreckt selbst
vor Italo-Rock wie Marina, Volare und Azzuro nicht zurück. Es geht den Musikanten
dabei weniger um originalgetreues Covern als vielmehr um das Dopamin-System
(ihr eigenes als auch das der Zuhörer) und dessen Aktivierung durch eigenwillige
und (oft auch für sie selbst) überraschende Interpretationen.